42. Psychiatrietage im AWO Psychiatriezentrum (APZ) - Wir waren dabei!
? Neben klassisch-psychiatrischen Themen wie Borderline-Pers?nlichkeitsst?rung, depressive Erkrankungen, Demenzerkrankungen sowie Zwangsst?rungen und Suizidalit?t standen auch Themen auf dem Programm, die in der Versorgungspsychiatrie nicht bzw. noch nicht so pr?sent sind, aber immer mehr an Bedeutung gewinnen. ? Ein weiteres wichtiges Thema, welches immer mehr Beachtung in der Psychiatrie findet, ist der ?Klimawandel und psychiatrische Gesundheit“. Mit diesem Thema befasste sich Prof. Dr. Tillmann Krüger, Leitender Oberarzt in der Medizinischen Hochschule Hannover, in seinem Referat. Er zeigte anhand verschiedener Beispiele und Untersuchungen auf, dass der Klimawandel die Gesundheit rekordverd?chtig belaste und sprach über direkte und indirekte Folge des Klimawandels auf die Gesundheit.? ? Den vollst?ndigen Artikel finden Sie
hier.Zum 42. Mal fanden im Festsaal des AWO Psychiatriezentrum (APZ) K?nigslutter die Psychiatrietage statt.
Diesen Punkt best?tigte auch Celine Dorrani, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur Empirische Kommunikations- und Medienforschung der Universit?t Leipzig, in ihrem Vortrag. Sie sprach über den sogenannten ?Sick Style – Wie und warum psychiatrische Erkrankungen online inszeniert werden“. Zum einen h?tten Menschen mit psychischen Krankheiten über die sozialen Netzwerke die M?glichkeit, das ?ffentliche Bild ihrer Erkrankung mitzubestimmen und somit stereotypische Darstellungen entgegenzuwirken. Zum anderen erm?glichen die Sozialen Medien den Selbstausdruck sowie den sozialen Austausch. Dabei stehen vor allem Krankheitsbilder wie Depressionen und Angstst?rungen im Fokus, seltener St?rungen auf dem schizophrenen Spektrum. ?Die Sozialen Netzwerke geben den Betroffenen R?ume, um das Gesamtbild von sich selbst und der Erkrankung zu kreieren und die psychiatrische Erkrankung in die Mitte zu rücken“, erkl?rt Dorrani. Dann gab sie einen ?berblick über acht Kommunikationsformen von Betroffenen, d.h. über deren Intension und Auswirkungen auf die Community, also auf Personen, die den Betroffenen folgen. Dazu geh?rt z.B. ?For your information“. Dabei gehe es darum objektive Fakten über einer Erkrankung mitzuteilen. Hier betonte sie nochmals, dass Beitr?ge von Fachleuten als weniger kompetent angesehen werden und die Gefahr für Fehlinformationen sehr hoch sei. Celine Dorrani zeigte auch auf, wie das Potenzial der Wahrnehmung zur (Ent-) Stigmatisierung bei Nicht-Betroffenen aussehe. Diese unterteilte sie in drei Methoden: 1. den Kontakt, um Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen; 2. Aufkl?rung, dem Aufdecken von gesellschaftlich bestehenden Vorurteilen und die Vermittlung von Wissen sowie 3. der Protest, auf die Diskriminierung aufmerksam machen und zur Verantwortung ziehen.?